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> Steuerzeiten korrigieren
Eldert
Beitrag 09.03.2018 - 00:33
Beitrag #16


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Hallo Wilfried

these readings make more sense . but the timing is still not right .

under you have to turn 1 tooth clockwise . so the timing dot at the crankshaft gear has to at the 1 o çlock position .

you have to move the camshaft gear 1 tooth to also clockwise so the timingdot has to be at the 7 o clock position

your lobecenters should be 105 / 107 degrees then

Eldert
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humlik
Beitrag 09.03.2018 - 08:33
Beitrag #17


Troy B.
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Hallo Wilfried

Mein bevorzugter Einlassschluss liegt ganz grob beschrieben bei 55 - 70°nUt, je nach Nockenwelle und lobe centre 100 - 110°, auch je nach Nocke.

Eldert hat das ja schon kommentiert.

Ich hätte jetzt mal 13° vorgeschoben. Also Einlass 48 / 70, Auslass 77/34. Zum Vergleich, eine Vee Two Nocke für den Rennsport hat um die 36/65 beim Einlass und das gibt schöne Drehmomentverläufe. Eine Köwe 900 liegt je nach Streuung bei ca. 53 - 58°nUT.

Das ist eine richtig wilde Nockenwelle die du da verbaut hast. Ob du damit mit der Abstimmung und dem Laufverhalten glücklich wirst? Ich weiss ja nicht was du mit dem Motor anstellen möchtest.

Ich verwende für meine Einzylinder Renn und Strassenumbauten andere Nockenwellen mit moderateren Steuerzeiten, gebe mir aber bei der Kanal und Sitzgestaltung viel Mühe.

Hier müsstest du auch eine ordentliche Verdichtung anpeilen. Mit den gemessenen Steuerzeiten wird der Kompressionsenddruck / Zünddruck nicht wirklich berauschend hoch sein. Da ist dann jede Condor A350 besser dran.

Also viel Spass und danke für das Nachmessen.

Konrad


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MVDucDoc
Beitrag 09.03.2018 - 19:49
Beitrag #18


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Hallo Eldert und Konrad,

vielen Dank nochmal für Eure rege Beteiligung an diesem Thema, ist bestimmt auch für Andere interessant.

Die Räder werde ich mal am Wochenende nach Euren Angaben versetzen und nochmal nachmessen, gebe dann das Ergebnis hier bekannt.

Nun erklär aber bitte mal einem Grobschlosser den Begriff "Lobecenter". Per Google hab ich in einem anderen Forum (racing4fun.de) diese Beschreibung gefunden:

Zitat:
Man unterscheidet korrekt zwischen LCA und LSA - dem lobe center angle / lobe seperation angle
Der LCA ist der Winkel zwischen OT und der Mitte des Einlassnockens in KW-Grad -> veränderbar durch einstellen der Nockenwellen.
Der LSA ist der konstruktiv vorgegebene Winkel zwischen Mitte Einlass- und Auslassnocke der Nockenwelle (meist in Kurbelwellen- Grad angegeben) -> nicht veränderbar durch Einstellung.


Dort habe ich auch eine Formel entdeckt zur Berechnung:
Eö + Es + 180:2 = X, X - Eö = Lobecenter

Ist das so richtig? Das ergäbe bei Deinen "Wunschwerten 48 + 70 + 180 :2= 149 - 48= 101. Okay, hab`s kapiert.

Zu Deiner Frage Verdichtung: ich habe mit Auslitern einen Wert von 10,7:1 ermittelt.

Und die Nockenwelle war so verbaut als ich das Motorrad gekauft habe, gefahren wird das Ding ausschließlich auf Oldtimerrennen.

Wilfried

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Eldert
Beitrag 09.03.2018 - 21:47
Beitrag #19


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hallo Wilfried

lobe center for intake you have correct . for exhaust the formula is allmost the same but you have to deduct the closing figures

so with your timing figures it would be 64 + 47 + 180 = 291 291 : 2 = 145.5 145.5 - 47 = 98.5

so your exhaust lobe center is 98.5 degrees

Eldert
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humlik
Beitrag 09.03.2018 - 21:58
Beitrag #20


Troy B.
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ZITAT(MVDucDoc @ 09.03.2018 - 19:49) *
Hallo Eldert und Konrad,

vielen Dank nochmal für Eure rege Beteiligung an diesem Thema, ist bestimmt auch für Andere interessant.

Die Räder werde ich mal am Wochenende nach Euren Angaben versetzen und nochmal nachmessen, gebe dann das Ergebnis hier bekannt.

Nun erklär aber bitte mal einem Grobschlosser den Begriff "Lobecenter". Per Google hab ich in einem anderen Forum (racing4fun.de) diese Beschreibung gefunden:

Zitat:
Man unterscheidet korrekt zwischen LCA und LSA - dem lobe center angle / lobe seperation angle
Der LCA ist der Winkel zwischen OT und der Mitte des Einlassnockens in KW-Grad -> veränderbar durch einstellen der Nockenwellen.
Der LSA ist der konstruktiv vorgegebene Winkel zwischen Mitte Einlass- und Auslassnocke der Nockenwelle (meist in Kurbelwellen- Grad angegeben) -> nicht veränderbar durch Einstellung.


Dort habe ich auch eine Formel entdeckt zur Berechnung:
Eö + Es + 180:2 = X, X - Eö = Lobecenter

Ist das so richtig? Das ergäbe bei Deinen "Wunschwerten 48 + 70 + 180 :2= 149 - 48= 101. Okay, hab`s kapiert.

Zu Deiner Frage Verdichtung: ich habe mit Auslitern einen Wert von 10,7:1 ermittelt.

Und die Nockenwelle war so verbaut als ich das Motorrad gekauft habe, gefahren wird das Ding ausschließlich auf Oldtimerrennen.

Wilfried
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humlik
Beitrag 09.03.2018 - 22:04
Beitrag #21


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Die 10.7 sind schon nicht so schlecht mit diesen Steuerzeiten. Da ginge noch mehr.

Wie geschrieben, ich würde diese Nocke eher nicht verwenden. Aber probieren geht über studieren, wenn du sie so einstellst wie angedacht kann noch was brauchbares an Leistung rauskommen. Auf einem gescheiten Prüfstand abstimmen mit Lambda Messung und noch besser Volllastbremsung ist aber ein Muss. Lass mal hören wie die Peripherie aufgebaut ist. Damit meine ich Ein und Auslassseite, Zündung etc.

Gruss Konrad


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MVDucDoc
Beitrag 09.03.2018 - 23:39
Beitrag #22


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ZITAT(humlik @ 09.03.2018 - 22:04) *
... Auf einem gescheiten Prüfstand abstimmen mit Lambda Messung und noch besser Volllastbremsung ist aber ein Muss.


Hallo Konrad,

das wäre ein Traum, aber in meinem Fall mit Kanonen ... usw.

Aber ich hatte tatsächlich schon eine Lambdasonde dran, mit einem Digital- Voltmeter, nicht gerade professionell, aber zumindest funktioniert hat`s.
Allerdings war mein "Prüfstandslauf" in den Weinbergen auf (halb-) öffentlichen Sträßchen, ohne Nummernschild und mit offener Krawalltüte ohmy.gif
Das war halt wegen der kurzen Dauer nicht sonderlich aufschlussreich.

Und ob der Apparat jemals öfter als ein Mal im Jahr zu einem Rennen kommt ist auch fraglich mangels Zeit, leider.

Hi Eldert,

bisher habt Ihr nur vom Intake- lobe center gesprochen, ist der exhaust- lobe center weniger relevant für die Leistung/Drehmoment?

Wilfried
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humlik
Beitrag 10.03.2018 - 08:57
Beitrag #23


Troy B.
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Hallo Wilfried

Besser so abstimmen als nach Gefühl. Ganz wichtig, mach eine Volllastabstimmung wenn irgendwie möglich. Also Vollgas, grösster Gang und eine laaaange Gerade suchen. Evtl sogar Steigung. Damit definierst Du die Hauptdüse. Abmagern darf das Ding nicht und auch keine komischen Geräusche machen. Die Gasannahme kannst du bei dem kleinen Motor dann irgendwie hinbekommen mit Probieren. Ein Prüfstandslauf kostet nicht die Welt und hilf da enorm.

Wegen lobe centre inlet oder exhaust. bei der zusammengebauten Nockenwelle hast du keine Wahl, da verschiebt alles. Das Einlassventil soll einfach voll offen sein wenn die Gasseule am schnellsten unterwegs ist und gerade dann schliessen wenn diese zusammenbricht. Ganz einfach erklärt. Alles ein grosser Kompromiss. Beim Auspuff ist das etwas anders. Das Gas steht immer noch unter grossem Druck am Ventil an. Später wird es vom Kolben verdrängt und geschlossen wird dann auch wenn die Dynamik im Auspuff nachlässt. Das sind immer Kompromisse, da man nicht in einem Lastpunkt fährt sondern extrem transient unterwegs ist. Ein Grund warum z.b. Fiat das Twin Air System bei den Ottomotoren anbietet. Da verstellen sich die Parameter über Last.

Wenn man aber die Leistungs und Verbrauchsparameter anschaut, dann fragt man sich ob der Aufwand sich lohnt.




Gruss Konrad


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MVDucDoc
Beitrag 11.03.2018 - 14:04
Beitrag #24


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Hallo,

so, jetzt habe ich die Räder wie von Eldert beschrieben eingestellt (thanks, Eldert) und komme jetzt auf folgende Werte bei 1mm Ventilhub:

Eö 44 vor OT
Es 74 nach UT
Aö 73 vor UT
As 41 nach OT

Das ergibt lobe center 106,5
Die Überschneidung erfolgt jetzt 6 Grad vor OT

Mit diesen Werten sollte ich jetzt leben können ?!?, was meint Ihr?

Werde jetzt mal noch die Freigängigkeit bei Überschneidung prüfen. Dazu will ich die 1mm starke (weil ein um 1,7mm gekürzter Zylinder drauf ist) Zylinderfußdichtung raus nehmen und dann den Motor durchdrehen, wenn das geht habe ich mit der Dichtung zumindest diesen einen Millimeter "Luft".
Vielleicht auch nur die 0,5er Seriendichtung, um die Verdichung noch etwas zu erhöhen?


ZITAT(humlik @ 09.03.2018 - 22:04) *
Die 10.7 sind schon nicht so schlecht mit diesen Steuerzeiten. Da ginge noch mehr.

Wie geschrieben, ich würde diese Nocke eher nicht verwenden. Aber probieren geht über studieren, wenn du sie so einstellst wie angedacht kann noch was brauchbares an Leistung rauskommen. Auf einem gescheiten Prüfstand abstimmen mit Lambda Messung und noch besser Volllastbremsung ist aber ein Muss. Lass mal hören wie die Peripherie aufgebaut ist. Damit meine ich Ein und Auslassseite, Zündung etc.

Gruss Konrad


Zur Peripherie: bestückt ist der Motor mit einem PHF 30 mit Trichter; Auspuffrohr innen 37mm, Länge bis Dämpfer= 800mm, konischer Absorptionsdämpfer 350mm lang.
Zündanlage: Doppelzündung kontaktlos mit Hall Geber (ich glaube von Silent Hektik?) mit Serien- Fliehkraftverstellung.

Gruß
Wilfried
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Eldert
Beitrag 11.03.2018 - 14:44
Beitrag #25


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Hallo Wilfried

camshaft is perfect now . lobecenters 105 and 106 .

did you measure the squish ? easy to do with a piece of solder ( lötziin )

Eldert
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MVDucDoc
Beitrag 11.03.2018 - 16:41
Beitrag #26


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Hallo Wilfried

camshaft is perfect now . lobecenters 105 and 106 .


.... Great, thank God (..and Eldert)

did you measure the squish ? easy to do with a piece of solder ( lötziin )

.... not yet, i`ll do this instantly.


Wilfried

(schrecklich, jetzt weißt du, warum ich auf deutsch antworte laugh.gif )
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MVDucDoc
Beitrag 11.03.2018 - 18:50
Beitrag #27


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So, Update Nr. 673 rolleyes.gif

ohne die 1mm Fußdichtung lässt sich der Motor gerade noch durchdrehen, wobei im Überschneidungsbereich das Einlassventil merklich die Ventiltasche im Kolbenboden berührt.
Über diesen Punkt geht`s schwer, aber es geht.
Was meint ihr, kann ich den Motor dann so mit der 1mm Fußdichtung oder gar mit der 0,5er laufen lassen oder ist das im Betrieb zu knapp?
Durch die Schrägstellung der Ventile entspricht ja der Abstand zwischen Ventil und Ventiltasche nicht 1:1 der Erhöhung des Zylinders/Zylinderkopfs.

Wilfried
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schmiedi
Beitrag 11.03.2018 - 23:55
Beitrag #28


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Hallo

Nun sehen die Steuerzeiten schon besser aus. Abstand Ventile Kolben prüfe ich mit Plastilin . Abstand 1-2mm und daran denken das sich die Papierdichtungen meist setzen. Würde da lieber auf Nummer Sicher gehen. Viel Spaß mit deiner Duc
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MVDucDoc
Beitrag 14.03.2018 - 13:29
Beitrag #29


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ZITAT(MVDucDoc @ 11.03.2018 - 18:50) *
So, Update Nr. 673 rolleyes.gif

ohne die 1mm Fußdichtung lässt sich der Motor gerade noch durchdrehen, wobei im Überschneidungsbereich das Einlassventil merklich die Ventiltasche im Kolbenboden berührt.
Über diesen Punkt geht`s schwer, aber es geht.
Was meint ihr, kann ich den Motor dann so mit der 1mm Fußdichtung oder gar mit der 0,5er laufen lassen oder ist das im Betrieb zu knapp?
Durch die Schrägstellung der Ventile entspricht ja der Abstand zwischen Ventil und Ventiltasche nicht 1:1 der Erhöhung des Zylinders/Zylinderkopfs.

Wilfried


Hallo Konrad,

was meist Du dazu, würde gerne auch Deine Meinung hören zum Abstand Kolben/Ventile.
Da sollte man doch bei der Desmodromik etwas enger gehen können, oder?

Danke an Dich, Schmiedi.
werde mal schauen was bei der "Quetschprobe" rauskommt.

Gruß Wilfried
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humlik
Beitrag 14.03.2018 - 14:44
Beitrag #30


Troy B.
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Also QK 1.1 bis1.2mm mit Lötzinn auf jeder Seite des Kolbenbolzens messen.
Ventile radial nicht unter 1mm und achsial 1.5mm, ja nicht mit Lötzinn aber Plastilin messen, Ventile sind nachgiebig.
Sollte ein Pleuellager ausfallen dann kommt es nicht zu grossen Aha wenn die Ventildistanzen nicht zu eng gewählt sind. Leistungsmässig soll noch was drin liegen wenn der Raum unter dem Einlassventil nicht zu eng bemessen ist. Habe das aber nie verifizieren können bis heute.

Gruß Konrad



Der Beitrag wurde von humlik bearbeitet: 14.03.2018 - 14:55
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Vereinfachte Darstellung Aktuelles Datum: 20.06.18 - 19:17