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> Kleiner Marzocchi Service
2-rad
Beitrag 21.02.2016 - 18:07
Beitrag #1


Mister DC
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Hallo zusammen,
habe zur neuen Saison meine Marzocchi Gabel aufgefrischt. Beim Einbau bin ich mir aber nie sicher wie die
richtige Reihenfolge beim anziehen der diversen Schrauben und Klemmungen ist.
Ich würde es so machen ....
- Klemmung Gabelbrücken anziehen, (mit Gefühl)
- Steckachse, Rad montieren
- Radmutter nur leicht anziehen
- Gabel mehrmals durchfedern
- Klemmung Achse anziehen
- Radmutter anziehen
- Klemmung Gabelbrücken mit Drehmomentschlüssel anziehen (NM?)
Soweit okay ?
Irgendwo habe ich mal einen Hinweis im Forum gesehen, finde es aber nicht mehr.
Weiss jemand wo man die kleinen Dichtungen für die Senkkopfschrauben in den oberen Holmverschlusschrauben bekommt?
Ein normaler O-Ring ist das bei mir nicht

merci & Gruss
Christian
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MHR900
Beitrag 22.02.2016 - 02:41
Beitrag #2


Troy B.
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Hallo Christian

du vermischt hier zwei Dinge, die allerdings beide für gutes Funktionieren der Gabel wichtig sind.
1. Die Gabelholme dürfen nicht gegeneinander verwunden sein
2. Verspannung der Gabel beim Radeinbau

Eigentlich sind sogar 3 Dinge zu berücksichtigen - es fehlt noch die Lenkkopflagerung

zu 1.
In folgender Reihenfolge
ich gehe mal davon aus, dass die Gabelbrücken in Ordnung und die Standrohre nicht krumm sind.

untere Gabelbrücke einbauen
Lenkkopflager einstellen

wenn die obere Gabelbrücke mit einer zentralen Schraube oder Mutter mit dem Lenkrohr verschraubt wird
obere Gabelbrücke aufstecken und Verschraubung gut anziehen
Lenkopflagerspiel Prüfen ggf. muss das jetzt nochmal nachgestellt werden, dazu Zentralverschraubung lösen, nachstellen, anziehen, prüfen.
Zentralverschraubung wieder lösen, die obere Brücke muss frei beweglich sein.
Wenn die obere Gabelbrücke nur geklemmt wird kannst du den Zwischenschritt vergessen.

Erstes Standrohr rein, obere Gabelbrücke aufstecken, Höhe des Standrohres einstellen und an der unteren Gabelbrücke klemmen
Diese Klemmung gleich richtig anziehen, das ist der Ausgangspunkt.
ggf kannst du die obere Brücke auch leicht klemmen.
Jetzt müssten die beiden Bohrungen in den Gabelbrücken für den anderen Gabelholm schon einwandfrei fluchten.

Zweites Standrohr reinschieben, wenn das einwandfrei flutscht ist es schonmal gut.
Wenns nicht so gut flutscht ist gleichzeitig schieben und drehen hilfreich.
Gleiche Höhe wie beim 1. Standrohr einstellen und die restlichen Klemmungen leicht anlegen.

Parallelität der Standrohre prüfen
optisch peilen - naja, ich mach das mit ner etwas dickeren Glasplatte ca 80mm breit und ca 300mm lang, es geht natürlich auch was anderes, hauptsache es ist eben.
Diese wird von vorne auf die beiden Standrohre gelegt, kippelt die Glasplatte ist die Gabel verwunden.
Dann die Klemmungen der oberen Brücke lösen und die Standrohre in die richtige Richtung drücken.
Wieder mit der Glasplatte prüfen, wenn gut obere Brücke wieder leicht klemmen und wieder die Glasplatte.

Damit sind die Standrohre einwandfrei parallel, nun die Klemmung der unteren Brücke fest anziehen.
Jetzt muss nur noch die obere Brücke richtig sitzen, hoffen wir mal das die Brücke schon satt auf der Einstellmutter aufliegt.
Zentralverschraubung anziehen, Standrohrklemmung an der einen Seite kurz lösen und wieder anlegen dann an der zweiten Seite das gleiche Spiel.
Bei diesen Operationen darf auf keinen Fall eine Verdrehkraft auf die Gabelbrücken aufgebracht werden.
Falls vorhanden Klemmung am Lenkrohr anziehen und die beiden Holmklemmungen jetzt richtig anziehen.

Wenn alles richtig gemacht ist stimmt jetzt auch das Lenkkopflagerspiel.
Nochmal die Glasplatte nur um sich zu freuen.

Das war der erste Teil, klingt aufwendig ist es aber eigentlich nicht, in ca. 10 Minuten habe ich ne einwandfrei parallele Gabel.


zu 2. Gabel entspannen beim Radeinbau ( jede Mal )

Rad rein
Steckachse schieben
Mutter der Steckachse richtig anziehen, die Klemmung auf der anderen Seite muss lose sein und ne gut geschmierte Steckachse ist hilfreich.
Jetzt mehrmals möglichst weit Einfedern
Klemmung anziehen
Fertig - das ging jetzt schnell wink.gif

Hab allerdings vergessen, dass die Bremssättel auch noch eingebaut werden sollten, sonst ists mit dem Einfedern ziemlich mau.
Moment bei der Köwe muss man die Sättel ja gar nicht wegmachen, aber vorher ein paar mal die Bremse betätigen um die Backen anzulegen ist schon zu empfehlen.
Sonst Überraschung ob der schwachen Bremswirkung. tongue.gif

Gruss Hans


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2-rad
Beitrag 22.02.2016 - 20:26
Beitrag #3


Mister DC
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Hallo Hans,

merci für die ausführliche Anleitung. Die Brücken hatte ich nicht ausgebaut, lediglich die Klemmung der Standrohre gelöst, und diese nach
unten herausgezogen. Das ging "saugend" mit minimalen Kraftaufwand, auf gleichem Weg habe ich die auch wieder in die Brücken
eingebaut.
Die Parallelität habe ich einfach mal vorausgesetzt (?) Wenn die Standrohre nicht parallel verlaufen würden, bleibt doch eigentlich nur

- Standrohr krumm
- Bohrungen obere / untere Brücke fluchten nicht
- Brücke "krumm", ist glaube ich ein Gussteil, kann man wohl auschliessen.

Anyway, eine Glasscheibe finde ich noch, und werde das mal probieren. Hoffentlich kippelt da nichts

merci & Gruss
Christian
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