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> Umbau Keihin FCR Flachschiebervergaser
DesMon
Beitrag 06.12.2014 - 23:44
Beitrag #1


Troy B.
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Hi Folks,

diesen Winter habe ich mich endlich dazu durchgerungen, (m)einen Flachschiebervergaser zu montieren!
Allerdings ist dies keine "gekaufte" Variante, sondern eine Umgerüstetet!

Ausgangspunkt ist eine 4er Batterie Keihin FCR 39 aus einer Kawasaki ZX-7RR, der mir vor Jahren sehr günstig in die Hände fiel.
Für mich war/ist diese Sache eine langfristige Geschichte gewesen und gleichzeitig die letzte technische Änderung/Optimierung an meinem Monster.
Ziel war/ist, eine günstige Alternative zu den Raceparts zu bekommen, wo ein guter gebrauchter FCR um die 600 Eur liegt.
Also, habe ich etwas recherchiert und konnte über die Jahre jetzt ein paar Informationen sammeln. Da die Informationen sehr spehrlich sind, hat es eben etwas gedauert. Nun ist es aber soweit und die Sache kann zu einem Ende geführt werden.

Im Grunde bin ich fast fertig mit der Basis und muss nur noch die Feinarbeit machen.
Ich werde in den nächsten Tagen und Wochen mit Bildern und Informationen diesen Beitrag füllen, bis der jetzige Istzustand erreicht ist.

Ich möchte hiermit einfach die gesammelten Daten für euch bereitstellen, die solch ein Projekt ebenfalls mal vollziehen wollen und die ewige Suche mit Daten dafür gespart werden kann.

Basis ist eine Ducati Monster M900.
Bis auf die Gaszüge sollte die Sache auch bei den SSen passen.

Ok, fangen wir an!

Ausgangsbasis ist wie gesagt eine Batterie 4er Keihin FCR 39 einer Kawa ZX-7RR.



Diese wurde erstmal zerlegt und im Ultraschallbad gereinigt!

Man könnte nun auf Einzelvergaser umrüsten oder auf eine 2er Batterie.
Die Einzelvergaserlösung ist aber noch etwas aufwändiger als die 2er Variante.
Da es mir aber nicht um Spitzenleistung geht, sondern um Drehmoment und Fahrbarkeit, sowie um eine günstige Alternative, fiel die Wahl auf die 2er Batterie.

Dazu müssen entsprechende Adapterstücken angefertigt werden.
Hierfür habe ich 3 Edelstahlstangen mit 8mm Durchmesser verwendet, die eine Länge von 82mm aufweisen sollten. Man kann wahlweise auch Alu verwenden.
Hier wurden jeweils in den Enden, M5 Gewinde geschnitten.

In diesem Bild sind die beiden Hälften mal fix (verkehrt) zusammen gesteckt.




Man benötigt stets einen Vergaser mit einer Unterdruckpumpe und einen ohne. Wie hier abgebildet, sind die offiziellen Versionen verbaut, heisst, die Unterdruckpumpe befindet sich aussen.
Bei solch einem Umbau wird die Pumpe allerdings innen platziert, aufgrund der technischen Gegebenheit der Vergaser.
Das wird aber später noch gezeigt.

Der Einfachheit halber habe ich für meine erste Umrüstung, die beiden äusseren genommen.

Soweit erstmal zur Basis.



VG Fränk

Der Beitrag wurde von DesMon bearbeitet: 12.12.2014 - 14:53


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Schrammi
Beitrag 07.12.2014 - 10:21
Beitrag #2


(-; ~el presidente~ ;-)
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Klasse, finde ich gut, wenn solche Umbauten sauber dokumentiert zur Verfügung gestellt werden.

Wie immer fehl hier der "gefällt mir"-Button, also denkt ihn euch biggrin.gif


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ducatist
Beitrag 07.12.2014 - 13:21
Beitrag #3


Troy B.
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DUCAMAT
Beitrag 08.12.2014 - 18:17
Beitrag #4


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wink.gif

Mir gefällt´s auch, insbesondere auch deshalb, weil ich überhaupt keine Ahnung vom Innenleben
eines Motors habe tongue.gif und solche Teile NIE IM LEBEN wieder so zusammen kriegen würde, das
irgendwas hinterher funktioniert.

Daher:

RIESEN RESPEKT FRÄNKMAN


einen schönen Dezember wünscht Euch der

DUCAMAT


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DesMon
Beitrag 08.12.2014 - 18:58
Beitrag #5


Troy B.
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Na das ist doch schön, das es doch Beachtung findet! smile.gif

Ok, weiter im Text!

Wenn man die Vergaser umrüstet, kommt man an gewissen Dingen leider nicht vorbei, die man sich neu bestellen muss.

Benötigt werden in jedem Fall:

- Düsenstöcke (021-037)
- Kraftstoffrohr (021-190)
- Entlüftungsohr (021-188)
- Dichtungen für die Rohre (018-755)
- Luftschraube + Feder (021-230 + 021-235)
- Nadeln

In den Klammern sind die jeweils dazugehörigen Keihin Teilenummern.

Diese Teile stellen in jedem Fall ein MUSS dar.

Wenn man die Rohre hat, kann man auch schon sehr gut den Abstand zwischen den Vergasern bestimmen, was das Ganze etwas erleichtert.
Man kann statt der Luftschraube auch die Düsen nehmen, die es ebenfalls dafür gibt, allerdings ist dann ein Einstellen des Vergasers um ein Vielfaches komplizierter. So kann man die Sache stufenlos und direkt einstellen.

Beim Thema Nadeln, wird die Sache allerdings etwas komplizierter!
Man könnte die original verbauten Nadeln der Raceparts nehmen, mit der Bezeichnung EMT (017-268).
Damit wäre die Funktion theoretisch gegeben.
ABER, da die Gasschieberauschnitte der OEM Version der Kawa gößer sind, sollte man hier etwas dünnere Nadeln nehmen, die auch das Leerlaufverhalten stabilisieren, und somit keine LL-Schwankungen zwischen 900 - 1200 U/min hervorrufen.
Der Schieberausschnitt der OEM Vergaser beträgt 2,5mm (Bezeichnung 25 auf dem Schieber) und die Raceversion für die Ducati 1,5mm (Bezeinung 15).

Ich habe mich erstmal für die EMP (017-264) Nadel entschieden!
Die Nadel wurde vorerst in die 3. Kerbe von oben gehangen.
Ob es die richtige Wahl ist, werden wir sehen, wenn der Karren läuft! rolleyes.gif

Nochmal zu den Abständen.

Ich hab die Geschichte jetzt so eingestellt, das die Vergaser beide recht mittig über den Ansaugrohren sitzen.
Die Distanzstücken haben eine Breite von 82mm.



Am linken Vergaser kann man die Beschleunigerpumpe und deren Anlenkung sehen. Dort muss ebenfalls ein Distanzstück gefertigt werden.
Hierfür habe ich ein Alurohr verwendet, was eine Länge von 22mm aufweist und ebenfalls 8mm Durchmesser.



Somit sind erstmal die Distanzen und die Hauptteile im Vergaser aufgezählt.
Zum Thema Gasschieberwelle komme ich später noch.


VG Fränk

Der Beitrag wurde von DesMon bearbeitet: 09.12.2014 - 11:36


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isierien
Beitrag 08.12.2014 - 20:01
Beitrag #6


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Hi Frank,

Klasse dargestellt ! Weiter so!

Ciao
Silvio


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DesMon
Beitrag 08.12.2014 - 23:22
Beitrag #7


Troy B.
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Zusammengesetzt schaut der Vergaser dann so aus.



Es fehlen hier noch die Kraftstoffleitungen zwischen den Vergasern.
Zwischen Kraftstoffrohr und Beschleunigerpumpe sind weitere Kraftstoffanschlüsse zu sehen. Diese hab ich ein paar Stopfen verschlossen, die aber final noch mit einem Schlauch verschlossen werden. Diese werden nicht benötigt und damit stillgelegt.
Der Messinganschluss links, ist mit einer Schraube verschlossen, die eingeklebt wurde.

Die Trichter, die montiert sind, habe ich von jemanden bekommen, der diese Projekt auch schon einmal vollzogen hat.
Damit kann der Luftfilterkasten ordentlich am Vergaser befestigt werden.
Diese sind auch bei Keihin selbst oder Kämna käuflich zu erwerben.
Man könnte sie sich auch drehen lassen, wenn man jemanden an der Hand hat.
Diese Variante ist besser als die originalen blauen Trichter von Keihin, da hier eine ordentliche Abdichtung stattfindet und somit die Gefahr der Falschluft weitestgehend ausgeschlossen wird.

Noch ein Blick von unten...



Der Beitrag wurde von DesMon bearbeitet: 09.12.2014 - 11:42


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DesMon
Beitrag 09.12.2014 - 00:06
Beitrag #8


Troy B.
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Die nächste Aufgabe ist die Ansteuerung des Vergasers!

Leider kann man die originalen Gaszüge der Monster nicht verwenden. Zudem wird noch eine Gaszugaufnahme am Vergaser benötigt!

Da mir die originalen Gaszüge von Keihin für die Monster preislich sehr überzogen sind, musste eine Alternative her! Ebenso verhält es sich mit der Gaszugaufnahme.

Wir fangen mal chronologisch an, mit der Gaszugaufnahme.
Für die sogenannte Bracket für die Racevariante (021-132), möchte Keihin ca. 60 Eur! (für ein kleines Stück Metall).
Mit einer Vorlage oder einem Muster, kann man evtl selbst etwas fertigen.
Ich habe mir die originale OEM Halterung genommen und diese bearbeitet.

Die Gaszugaufnahme ist normaler Weise seitlich am Halter befestigt.



Ich habe beides von einander getrennt und neu zusammengesetzt. Die Aufnahme wurde auf der Träger geschweisst und verschliffen.
Somit passt die Sache und ist der ori Brücke ziemlich ähnlich.



Der Pfeil zeigt, wo die Aufnahme vorher war.

Und so schaut die Sache dann montiert aus...



Schonmal 60 Eur gespart!
Das tolle an der Sache, die OEM Aufnahme gibts beim Kawa Händler für gut 6 Eur, falls man eine benötigt.
Und wer kein Schweissgerät hat, geht mal in eine Metallbude und fragt mal nach ob man die Sache fix geschweisst bekommt.
Ich hab dafür ca. 10 min mit verschleifen benötigt.

Der Beitrag wurde von DesMon bearbeitet: 24.11.2015 - 15:03


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DesMon
Beitrag 09.12.2014 - 00:41
Beitrag #9


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Der zweite Teil der Ansteuerung, ist der Gaszug.

Hierfür möchte Keihin etwas über 100 Eur haben! wacko.gif ohmy.gif
Finde ich etwas unverschämt!

Diese sind zwar für die Monster oder wahlweise für die SS gemacht und passen wohl auch recht gut, allerdings ist bei mir ein Streetbarlanker verbaut der eine gute Ecke breiter ist als das Original. Zudem weiss keiner wie es mit dem selbstgefertigten Halter konform geht.

Eine gute Alternative stellt für meine Zwecke ein Gaszug einer Yamaha FZS 600 Fazer dar.
Er entspricht im optischen so ziemlich genau dem von Keihin, nur das er etwas länger ist und der Gasdrehgriff am Ausgang abgewinkelt ist.
Neu sind sie für ca. 35 Eur zu haben.
Einen guten gebrauchten, konnte ich für 17 Eur bekommen.



Die Züge mussten also angepasst werden.
Da sie am Gasdrehgriff sowieso schon leichten Verschleiss zeigten, habe ich diese ersetzt und sozusagen neue angefertigt.
Dafür wurden neue Bowdenzüge und Lötnippel bestellt.



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DesMon
Beitrag 09.12.2014 - 00:53
Beitrag #10


Troy B.
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Natürlich muss dann noch ein Weg gefunden werden, die neuen Züge so zu verlegen das sie nicht knicken oder zu sehr stauchen.
Wenn das erledigt ist können die neuen Bowdenzüge angepasst werden.
Dazu muss der Luftfilter/Batteriekasten angepasst werden.
Ich habe mich dazu entschieden den Luftfilterkasten vom Batteriehalter zu trennen. Zum einen lässt sich so besser anpassen und zum anderen auch einfacher einstellen, wenn man nur den Luftfilter entfernen muss. Zudem will ich die Elektrik sowieso bissl aufräumen. Aber das mal nur am Rande.



Fertig angepasst und verlegt konnten nun die neuen Züge auf die richtige Länge gefertigt und verlötet werden. Dazu wurde der Rohrbogen des Öffnerzuges, Gewindeseitig eingekürzt und neues Gewinde nach oben hin geschnitten/hinzugefügt.




VG Fränk

Der Beitrag wurde von DesMon bearbeitet: 09.12.2014 - 11:28


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isierien
Beitrag 09.12.2014 - 09:19
Beitrag #11


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moin frank,

wirklich eine sehr schöne arbeit und dokumentation dazu! klasse und verständlich geschrieben, macht richtig spaß zu lesen und wenn man dich kennt hört man dich förmlich reden.

will hoffen das sich deine arbeit gelohnt hat und sich der gewollte effekt einstellt.

ich freue mich jetzt schon auf unsere aussfahrten 2015 wub.gif.

ciao
silvio



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DUCAMAT
Beitrag 09.12.2014 - 16:41
Beitrag #12


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wow !

Auch wenn ich keine Ahnung von dem Zeugs habe, find ich das nachlesen deiner OPERATION
sehr spannend.

Ich wünsche Dir, dass alles so klappt,wie du es Dir vorstellst.

ciao

Matthias


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750monster
Beitrag 09.12.2014 - 18:29
Beitrag #13


Mister DC
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Was soll ich sagen Frank...einfach nur super, wie Du hier alles erklärst! wink.gif

Der Beitrag wurde von 750monster bearbeitet: 09.12.2014 - 18:30
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DesMon
Beitrag 10.12.2014 - 00:20
Beitrag #14


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Danke Leute! biggrin.gif

Ich hoffe es hilft irgendwann jemanden! rolleyes.gif


Ok, jetzt kommen wir mal zur Gasschieberwelle.

Diese Geschichte ist nicht ganz so einfach und auch das Kernstück des Ganzen.
Auch hier kann man die originale Welle bei Keihin nachkaufen, was sich aber um die 300 Eur bewegen würde.
Also muss man sich auch hier Gedanken um eine Lösung machen.
Die originale Welle ist aus Edelstahl gefertigt und dies lässt sich nicht ganz so einfach bearbeiten.

Nun gibt es auch hier wieder 2 Möglichkeiten.
Entweder man nimmt die Welle der 4er Batterie und kürzt diese ein oder man besorgt sich eine Edelstahlrohr.
Ich hab mich für ein neues Edelstahlrohr mit 8mm Durchmesser entschieden und organisiert.

Die 4er Welle habe ich als Vorlage genommen, zumindest für die ersten Bohrungen.

Das erste Loch was man einbringen sollte, ist das Loch für die Bowdenzugtrommel. Danach richten sich dann die anderen Bohrungen.
Man sollte aber beachten, das man für Edelstahl möglichst entsprechende Bohrer verwendet.

Die zweite Bohrung sollte für den ersten Gasschieber nach dem Trommelloch sein, weil hier die Maße von 4er und 2er Batterie gleich sind.
Danach folgen dann die restlichen Bohrungen.
Ich war mal so frei und habe eine Zeichnung mit den entsprechenden Maßen für die Welle angefertigt.



Das schwierigste an der Ganzen Sache ist, die Bohrungen gerade einzubringen.
Zudem ist es auch ein Geduldsspiel die Gewinde in die Bohrungen zu schneiden.
Die Gasschieberbohrungen bekommen ein M3 Gewinde, was die größte Konzentration erfordert.
Die Bohrung für die Beschleunigerpumpe wird mit einem M4 Gewinde versehen.

Kleiner Tip, wo die Bohrungen für die Gewinde eingebracht werden müssen, kann man vorher mit einer Schruppscheibe etwas Material abtragen und man bekommt eine gerade Fläche, wo man den Körner ansetzen kann. wink.gif



Wie man erkennen kann, sind an meiner Welle ein paar Versuche vorbei gegangen bis alles passte! rolleyes.gif wacko.gif

Die Bowdenzugtrommel ist wieder von dem Kawaoriginal, da es hier keine Einzelteile gibt!
Allerdings hab ich hier mal die Maße genommen und bringe dies grad zu Papier.
Ich denke, man könnte hier etwas aus Alu oder so, drehen/fräsen! So kompliziert schaut es nicht aus.

Bei der Welle bin ich noch an einer anderen Variante dran, aber das pack ich später mal noch an. Erstmal muss der hier fertig werden. wink.gif

Nun kann der finale Zusammenbau beginnen!

VG Fränk


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ducatist
Beitrag 10.12.2014 - 16:17
Beitrag #15


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Frank, Respekt!

Da steckst Du ja wirklich viel Zeit und Energie rein. Das sieht dann nachher wieder Keiner, wenn es heißt: Flachschiebervergaser von Kawa angepasst...

Super Sache sowas. Einfach ein passendes Teil kaufen ist einfacher, aber auch teurer. Und macht nicht soviel Freude.


Immer weiter so.


(OT.: Ich hatte heute schon "Bescherung". Stelle heute Abend mal ein Bild rein.)


Ralf


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Vereinfachte Darstellung Aktuelles Datum: 25.11.17 - 13:25