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> Riemenräder Desmoquattro verstellbar (serie) und Riemenwechsel
currywurst
Beitrag 24.04.2017 - 18:49
Beitrag #1


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Hallo Leute,
Ich habe eine Frage zum Riemenwechsel, bzw dem Vorgehen nach Werkstatthandbuch.
Die S4R hat serienmäßig einstellbare Riemenräder an den Nockenwellen.
Laut Handbuch soll man jetzt beim Riemenwechsel die Nockenwellen mit Stiften (88713.2009) in fixer Position halten, die Riemenräder leicht lockern, dann die Riemen auflegen und entsprechend spannen.

Bis jetzt habe ich die Riemen immer nur nach Markierung aufgelegt und gespannt. Die Markierungen können so je nach Riemen und Spannung 1-3mm daneben liegen.
Wäre es hier nicht sinnvoll, die Nockenwellen wie beschrieben zu blockieren und die Riemenräder mit der zur Kurbelwelle passenden Position zu verschrauben?
Wird das in der Praxis so gemacht?
Ich würde mir davon einen besseren Motorlauf versprechen und ein paar Prozent mehr Leistung.

Wer hat damit Erfahrung und die Methode schon ausprobiert?

Leider finde ich dazu absolut nichts im Netz außer einen Beitrag in einem amerikanischen Forum, der geht aber auch nicht genauer darauf ein, außer dass eben die Steuerzeiten damit fein eingestellt werden können.
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Ducracers4r
Beitrag 16.05.2017 - 17:28
Beitrag #2


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Hallo Currywurst,

die Antwort ist ganz einfach: das Beste ist, wenn das Kurbelwellenrad auch frei drehbar ist.

Hintergrund zu den einstellbaren Zahnscheiben: Hauptziel ist der Ausgleich von allen Toleranzen. Die Positionsabweichung (X-Y Werte) der Wellen und Räder ergibt sich aus den Toleranzen von der mechanischen Bearbeitung – die Position der Bohrung der Nockenwellen und der Kurbelwelle unterliegt Toleranzen, die Zylinderhöhe hat Toleranzen, die Dichtungen haben Toleranzen, der Außendurchmesser der Zahnscheiben hat auch Toleranzen etc.. Kurz: wenn der Motor zusammengebaut ist, sind alle Antriebselemente nicht dort, wo sie nach CAD sein sollten. Diese Abweichungen zeigen auf den Riemen bezogen eine Längenänderung und zusätzlich kommen noch die Riemenlängen- und –dickentoleranzen hinzu. Für sich einzeln betrachtet mag jede Abweichung nicht groß sein – aber in der Summe ergibt sich ein großer Betrag. Die fehlende Riemenlänge wird dann durch die Position der Spannrolle kompensiert. Auf der PKW-Seite wird es schon seit langem genau gemacht – hier werden die Nockenwellen und die Kurbelwelle festgesetzt und die Zahnscheiben sind freidrehbar (mittels Konus –VW, Langlöcher – PSA, Ford, etc..).

Wenn Du nur das Kurbelwellenrad auf der Kurbelwelle fest positionierst, bleibt die Zahnscheibendurchmesserabweichung und die Positionsabweichung der Kurbelwelle – die von Motor zu Motor unterschiedlich ausfällt. Im Vergleich zu den Nockenwellenzahnscheiben ist diese Gesamtabweichung selbstverständlich viel geringer – aber Du wolltest es ja ganz genau machen.

Für die Drehwinkelsynchronität des Antriebs ist die Position der Zahnscheiben zu den Wellen egal – wichtig ist die Genauigkeit der Drehwinkel zu den anderen Zahnscheiben. Daher könnte man – vorausgesetzt alle Zahnscheiben sind freidrehbar – zu jeder beliebigen Riemenposition die Zahnscheiben arretieren. Anders ausgedrückt: Nocken- und Kurbelwelle müssen eine genaue Position während der Riemenmontage einhalten. Da der Duc-Motor eine 90°Bauform hat, mußt Du zur Arretierung der Kurbelwelle 2 Positionen haben.

Gut eingestellte Riementriebe ergeben selbstverständlich einen ruhigen Motorlauf – aber sicherlich keine höhere Motorleistung im Prozentbereich (war Dein Motor so schlecht eingestellt???).
Gruß
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Vereinfachte Darstellung Aktuelles Datum: 14.12.17 - 04:38